Bagel zum Geburtstagsbrunch der Rettungsgruppe

Homemade Bagel

Happpy Birthdayyyyyy Rettungsgruppe 😀

Heute wird die Rettungsgruppe 3 Jahre alt und wir schmeißen einen Geburtstagsbrunch! Die verschiedenen Rezepte findet ihr unten verlinkt.

Angefangen hat alles damit das die beiden Gründerinnen, Sina von giftigeblonde und Susi von Prostmahlzeit, der Rettungsgruppe dazu aufgerufen haben, den Liptauer zu retten.
Seit 3 Jahren heißt es nun „wir retten was zu retten ist“ und ich bin froh mitmachen zu dürfen und mit den anderen zu zeigen, dass es ganz einfach ist Dinge selbst zu machen und man auf Fertigprodukte verzichten kann.

Mehr dazu und ein Interview mit den beiden Damen findet ihr auf der Facebookseite der Gruppe – schaut einfach mal vorbei.

 

wir retten was zu retten ist

Mein Beitrag zum Brunch sind Bagel.

Ich liebe Bagel! Am liebsten gefüllt mit Kräuteraufstrich, Lachs, etwas Dill und ein paar Tropfen frischem Zitronensaft.

Die Bagel die man bei uns bekommt sind nett ausgedrückt „seltsam“ und eigentlich ganz einfach selbst gemacht. Man braucht nur etwas Geduld.

Ich experimentiere schon einige Zeit (seit dem letzten Synchronbacken) mit dem Rezept für Mohnflesserl von Dietmar Kappl und habe daraus mein Bagelrezept weiterentwickelt.
Mir gefällt besonders daran, dass man wenig Hefe benötigt und das Gebäck dementsprechend keine Hefenote hat.

[recipe title=“Rezept Bagel“ servings=“2″ time=“2 Stunden 30 Minuten“ difficulty=“medium“ image=“https://www.theapricotlady.com/wp-content/uploads/2018/01/Rezept-2.png“ description=“Bei der Fülle könnt ihr so richtig kreativ werden! Beispielsweise: Lachs, Kräuteraufstrich, gegrilltes Gemüse, Marmelade… hier bleiben keine Wünsche offen.“] [recipe-ingredients]

Vorteig (Poolish) Bagel:

  • 145 g glattes Weizenmehl
  • 145 g Wasser kalt
  • 1 g Hefe

Hauptteig Bagel:

  • 291 g reifes Poolish
  • 325 g glattes Weizenmehl
  • 25 g Tipo 00
  • 5g Kartoffelstärke (alternativ geht auch andere Speisestärke)
  • 145 g Wasser kalt
  • 12 g Salz
  • 10 g Butter
  • 5 g Honig
  • 8 g Backmalz

Zusätzlich:

  • 1 EL Honig für das Kochwasser
  • Ei zum Bestreichen
  • zum Bestreuen: Mohn & Sesam
  • zum weiterverarbeiten des Teiges 20 g Dinkelmehl & 20 g Kartoffelstärke
  • Wasser und Pinsel
[/recipe-ingredients] [recipe-directions]
  • Am Abend vorher bereitet man das Poolish vor, denn es muss gekühlt mindestens 8 Stunden ruhen.
  • Poolish wie folgt anrühren: kaltes Wasser in eine Schüssel füllen, Hefe hineinbröseln und Mehl zugeben. Mit einem Schneebesen gut verrühren und über Nacht abgedeckt (zB. mit Frischhaltefolie) im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Am nächsten Tag das Poolish eine halbe Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen.
  • In der Rührschüssel der Küchenmaschine kaltes Wasser mit Hefe, Salz, Honig, Backmalz und Butter verrühren. Das Poolish hinzufügen und aufrühren. Danach noch das Mehl und die Stärke hinzufügen.
    Die Küchenmaschine zuerst 5 Minuten auf niedriger Stufe kneten lassen. Danach nochmals 5 Minuten auf mittlerer Stufe kneten lassen.
    Nun den Teig prüfen – es muss schön geschmeidig sein und sich ziehen lassen. Sollte dies nicht der Fall sein nochmals 3 – 5 Minuten auf mittlerer Stufe kneten.
    Ich verwende einen Kennwood Major – bei anderen Küchenmaschinen können die Knetzeiten abweichen.
  • Den Teig nun 45 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
  • Nach 45 Minuten sollte der Teig leicht aufgegangen sein. Nun etwas von der Mehl-Stärke Mischung nehmen um den Teig leicht aus der Schüssel zu bekommen.
    Ebenfalls auf der Arbeitsplatte etwas von der Mischung verteilen. Den Teig daraufstürzen und kurz durchkneten. Der Teig ist weich und geschmeidig. Durch die Mehl-Stärke Mischung klebt er nicht an Händen oder Arbeitsplatte fest.
  • Den Teig abwiegen und in 8 gleiche Teile teilen – diese haben ca. 100 – 130 Gramm.
  • Jeden Teigling zu einer Kugel formen. Dazu den den Teig mittig andrücken und dann mit einer Hohlhand kreisförmig zu einer Kugel formen.
  • Jetzt kommt der besonders witzige Teil 😀
  • Mit dem Stiel eines Kochlöffles in der Mitte ein Loch in den Teigball stelchen und anfangen zu kreisen – bis sich ein Ring bildet. Diesen dann leicht mit den Händen nachformen – in der Mitte sollte ein 3 – 4 cm großes Loch entstehen.
  • Die Bagel dann auf ein Backpapier zum Rasten legen – genügend Platz zwischen den Bagel lassen (das Backpapier wird dann vor dem Kochen zwischen den Bagel geschnitten).

Homemade Bagel

 

  • Die Bagel nun 30 Minuten rasten lassen – wenn ihr sie abdeckt vorher etwas mit der Mehl-Stärke Mischung bestreuen, denn sonst kleben sie fest.
  • Nach den 30 Minuten einen breiten Topf mit Wasser befüllen – so dass ein Bagel gut schwimmen kann und umgedreht werden kann.
    Dem Wasser einen Esslöffel Honig zugeben und zum kochen bringen.
  • 2 Backbleche mit Backpapier belegen und bereit stellen, damit man die Bagel nach dem Kochen schnell ablegen kann.
  • Ihr habt euch sicher schon gefragt – wieso um alles in der Welt will sie, dass wir das Backpapier zerschneiden, die Bagel werden doch gekocht.
    Ganz einfach, die Bagel kleben IMMER aus Prinzip an und wenn man sie lösen will, zerstört man die Form. Dies führt von Schreikrämpfen bis zur Tränen.
    Also folgende Lösung: Ich schneide immer das Backpapier und lege den Bagel mit dem Backpapier ins kochende Wasser. Das Backpapier löst sich sofort und man kann es aus dem Wasser fischen. Die Bagel behalten so die schöne Form.
  • Am besten 2 Pfannenwender zum Wenden verwenden. Pro Seite muss der Bagel 30 Sekunden kochen, danach vorsichtig aufs Backblech platzieren.
  • Sind alle Bagel gekocht, das Backrohr auf 190 Grad Umluft vorheizen.
  • Ein Ei verquirlen, die Bagel damit gut bestreichen und dann mit Sesam und Mohn nach Lust und Laune bestreuen.
  • Die Bagel für 15 Minuten bei 190 Grad Umluft backen und dann die Temperatur auf 180 Grad zurückdrehen und weitere 15 Minuten backen.
    Die Backzeit kann je Backofen variieren. Also die Bagel im Auge behalten, sind sie schön braun, sind sie fertig.
  • Die Bagel auskühlen lassen und dann nach Lust und Laune belegen.
[/recipe-directions] [/recipe]

Tipps:

  1. Frischhefe kann eingefroren werden. Ich teile sie dazu vor dem Einfrieren immer in kleine Teile und entnehme dann die Menge die für den Teig benötigt wird.
  2. Für die Weiterverarbeitung von diesem Teig hat sich eine Mischung (1:1) von glatten Dinkelmehl mit Speisestärke beim Ausrollen und Formen als vorteilhaft erwiesen.
    Ich mische mir immer eine größere Menge der Mehl-Stärke Mischung an und bewahre sie in einem gut verschließbaren Behälter auf. Für die Bagel sollten 40 g Mischung ausreichend sein. Sollte man etwas zu viel von der Mischung erwischen, kann man die Teiglinge mit einem Pinsel leicht mit Wasser bestreichen

Hier noch die Liste der Rezepte der anderen Mitglieder der Rettungsgruppe:

51 Kommentare zu „Bagel zum Geburtstagsbrunch der Rettungsgruppe“

  1. So kurz vor Mittag hätte ich das nicht angucken sollen. Der gefüllte Bagel sieht soooooo köstlich aus. Hunger! Die Idee das Mohnflesserl-Rezept abzuwandenl ist Klasse!

  2. Sie die schön, wie gemalt sind Deine Bagels! Ein klasse Rezept und eine tolle Idee mit dem Backpapier, meine sehen immer sind immer mit Ecken, Kanten und Wölbungen, gar nicht so edel.
    Eine großartig Brunchidee, ganz köstlich.
    Herzliche Grüße und DANKE.
    Ein schönes Wochenende
    Ingrid

  3. Den Tipp mit dem zerschnittenen Backpapier nehme ich mir auf jeden Fall mit, ich hatte auch schon Schrei-/Heulkrämpfe weil die Bagels vorher so schön aussahen und dann … *seufz*

    Lg Jette

  4. An Bagel habe ich mich auch noch nie ran getraut – dabei mag ich die zwischendurch total gerne. Dein Rezept liest sich auch wirklich ausgereift und machbar, toll!

  5. Oh Gott! Sind die schön! perfekt!
    Ich schau mal ob ich mich aufraffe, weil die sind schon recht aufwendig…aber das zahlt sich sicher bei jedem Bissen aus, oder?

    Liebe Christina, wir sind so froh dass du dabei bist und ich möchte auch hier danke sagen und freue mich auf weitere Rettungen mit Dir!
    lg. Sina

  6. Ach sind die schön.
    Deine Bagels.
    Die letzten habe ich in einem amerikanischen Mittelklasse-Hotel gesehen.
    Eingeschweißt in dünne Folie.
    Ich sage Dir: Das Grauen selbst.

    Mit leckerem Gruß
    Peter

  7. Liebe Christina,
    was für herrliche Bilder Du machst! Den Tipp mit der Hefe werde ich beherzigen, oft brauche ich nur die Hälfte eines Würfels und dann wird mir der Rest schlecht. Danke für das coole Rezept!

    LG aus Leipzig

    Anja

  8. Was sind das für perfekte Bagels?? Und was, bitte, ist Backmalz? Das musst Du einem Back-Laien wie mir erklären. Aber sie sehen einfach zu umwerfend aus. Die MUSS ich ausprobieren!

  9. Toll schauen deine Bagels aus! Mit einer so guten Anleitung werde vielleicht sogar ich die zusammenbringen.

    Danke, dass du ein so wichtiger Teil der Rettungsaktionen geworden bist!

  10. Ich muss gestehen, dass ich Bagel noch nicht gemacht habe. ich war erstaunt, dass sie gekocht und nicht gebacken werden. Danke für das Rezept, dass werde ich probieren.

  11. Die sehen wirklich perfekt aus – da läuft mir glatt das Wasser im Mund zusammen. So einen Bagel als zweites Frühstück würde ich jetzt auch nicht wegschieben 😉

    Liebe Grüße,
    Katha

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