Akazienblütensirup selber machen

Akazienblütensirup selber machen

Ich freue mich schon auf  den Duft der Akazienbäume (Robinie), wenn sie in voller Blüte stehen. Der betörend süße Duft erinnert an Bergamotte und Jasmin. Ich habe bereits im letzten Jahr  Akazienblütensirup selbst gemacht und werde in den nächsten Wochen wieder Sirup machen!

Der Akazienblütensirup schmeckt blumig und nach Honig und eignet sich besonders zum Süßen von Tees und Eistee (als Erfrischung in den Sommermonaten).

Wichtig ist, dass ihr die Blüten abseits der Straßen und möglichst dort pflückt wo nicht gespritzt wird. Ich habe Glück, denn neben unseren Marillenbäumen (die komplett Bio gedeihen) wächst nicht nur Holunder (->Rezept für Holunderblütensirup), sondern es gibt auch Unmengen von Akzienbäumen. Beim Sammeln der Blüten auch darauf achten, ob die Blütentrauben stark von Läusen oder anderen Tierchen befallen sind. Denn die Tierchen müssen alle von den Blütentrauben entfernt werden, bevor man mit der Sirup-Produktion starten kann. Ich hatte Glück und es waren keine Tierchen weit und breit zu sehen! Die Blüten sollen schon offen sein, damit sich der volle Geschmack im Sirup entfalten kann.

Die Blüten sind essbar, aber Achtung! Wurzeln, Holz, Rinde, Blätter und Samen der Akazie (Robinie) sind giftig.

Akazienblütensirup selber machen

Zutaten Akazienblütensirup

  • 30 – 40 Blütentrauben
  • 2 Liter Wasser
  • 250 – 300 ml Zitronensaft (am besten aus reifen Bio-Zitronen)
  • 2 kg Zucker

Zubereitung Akazienblütensirup

  • Die Blütentrauben sanft abschütteln, damit auch wirklich alle Tierchen entfernt wurden. Die Blüten abzupfen. NICHT WASCHEN! Denn der Geschmack kommt vom Blütenstaub.
  • Wasser und 250 ml Zitronensaft in einem großen Topf (mindestens 5 Liter) erhitzen, dann den Zucker untermischen und solange rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  • Die Masse für 5 Minuten kochen lassen.
  • Den Topf vom Herd nehmen und die Akazienblüten untermischen und den Deckel auf den Topf legen.
  • Die Mischung an einem kühlen Ort für 6 – 8 Stunden (bzw. über Nacht) durchziehen lassen. Wer möchte kann die Blüten auch bis zu 48 Stunden durchziehen lassen. Am besten den Sirup immer wieder kosten.
  • Mit einem feinen Sieb die Akazienblüten herausfischen. Es bleiben ein paar Trubstoffe vom Blütenstaub erhalten, die sich später in der Flasche am Boden absetzen. Diese Trubstoffe sind nicht gefährlich, wer sie nicht will muss den Saft durch ein, mit einem Passiertuch ausgelegten, Sieb filtern.
  • Den Sirup nochmals abschmecken und ggf. noch etwas Zitronensaft hinzufügen und nochmals aufkochen.
  • Den Sirup in saubere Flaschen füllen und verschließen.
  • Der Sirup hält 1- 2 Wochen im Kühlschrank.

Ihr könnt den Sirup aber auch zur Herstellung von Desserts, für Marinaden oder für Mixgetränke verwenden. Ein Teelöffel in ein Glas Sekt ergibt einen tollen Aperitif.
Ein Fläschchen Sirup ist auch ein nettes selbst gemachtes Geschenk aus eurer Küche!

Längeres Haltbarmachen durch Einkochen:

Wir verwenden einen Einkochautomat. Die Anschaffung lohnt sich, wenn man viel einkocht (Kompott, Säfte, Suppen usw.).

Immer saubere Flaschen verwenden, diese am besten vorher mit heißem Wasser (mind. 60 Grad) desinfizieren!

Als erstes prüfen ob Flaschen und Twist-off-Deckel keine Mängel aufweisen (am besten ist es, wenn man jedes mal neue Deckel kauft) und darauf achten, dass keine Flüssigkeit zwischen Verschluss und Flasche kommt! Danach in den Einkochtopf so viel Wasser füllen, dass die Flaschen zumindest bis zur Hälfte und maximal bis zwei Drittel im Wasserbad stehen. Den Sirup bei 90 Grad für 30 Minuten einkochen. Danach die Flaschen (VORSICHT sehr heiß) auf ein Geschirrtuch stellen und auskühlen lassen.

Der Sirup ist dann, an einem dunklen kühlen Ort (zB Vorratsschrank) gelagert, mindestens 1 Jahr haltbar.

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