Sandwich ich komme!

Die ersten richtig heißen Tage ziehen ins Land und schon will man in der Küche nicht mehr Hitze produzieren als unbedingt nötig. Ein paar Stücke kalte Melone, oder Salate sind eine tolle Alternative – zB ein Avocado Mango Salat – wenn die Küche kalt bleiben soll.

Aber immer nur Salat oder Obst? Wie wäre es mit einem Sandwich aus selbst gemachten Brot.
Der Hefeteig geht bei diesen Temperaturen wie von selbst auf und man benötigt nicht einmal eine Küchenmaschine, nur etwas Handarbeit.

Zutaten:

  • Ca. 1kg Mehl (ich habe mich wieder mal für das 10 Korn Mehl entschieden, man kann aber andere Mehlsorten verwenden)
  • 1 Prise Zucker
  • 400ml warmes Wasser
  • ½ Würfel Hefe
  • 12g Salz (etwas mehr als ein Teelöffel)
  • 6g Brotgewürz (Pfeffer, Kümmel, Fenchel)

Den halben Würfel Germ in eine Schüssel bröseln, eine Prise Zucker hinzufügen und das warme Wasser hinzufügen. Gut umrühren und etwa 5 Minuten stehen lassen, damit sich der Germ gut auflöst. Salz und 400g Mehl zugeben und gut verrühren – dafür könnt ihr auch einen Handmixer mit Knethaken verwenden, oder mit einem Teigspachtel. Der Teig ist noch sehr weich – fast flüssig, deshalb kommt der Handmixer damit noch zurecht. Für alles was jetzt folgt, könnt ihr den Mixer nicht mehr nehmen, sonst wird er überlastet.

Der Teig ist nun gut verrührt, nun nochmals 200 Gramm Mehl hinzufügen und mit den Händen in der Schüssel anfangen zu kneten – ja das klebt, aber keine Sorge es wird besser. Wenn das Mehl eingeknetet ist, ist der Teig noch klebrig, aber schon ein „Klumpen“. Nun Mehl auf der Arbeitsfläche verteilen und den Teig auf der Arbeitsfläche weiter kneten und immer wieder Mehl hinzufügen bis der Teig geschmeidig wird und nicht mehr klebt. Das Kneten dauert etwa 5 Minuten.

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In eine große Schüssel etwas Mehl streuen und dann den Teig hineinlegen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken (Alternativ könnt ihr eine Duschhaube nehmen, es gibt auch Abdeckfolien mit Gummizug) – an einem kühlen Tag einfach in eine weitere Schüssel mit heißem Wasser stellen. Den Teig nun gehen lassen bis er sich verdoppelt hat.

Kommt einem der Teig schon fast entgegen, wenn man die Küche betritt, ist der richtige Zeitpunkt für den nächsten Schritt. Etwas Mehl auf der Arbeitsfläche verteilen und den Teig aus der Schüssel stürzen. Den Teig behandeln wir nun ganz liebevoll, also brauchen wir kein Nudelholz. Man zieht den Teig liebevoll auseinander. Von innen nach außen und dann an den Rändern. Löcher machen nichts – es geht nur darum, dass der Teig seine Luftigkeit behält.

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Ist der Teig gezogen, einfach zusammenfalten und wieder in die Schüssel legen. Nun wieder ruhen lassen. Mindesten drei Mal solltet ihr den Vorgang mit auseinanderziehen und Falten wiederholen, öfter ist auch kein Problem.

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Beim letzten Mal falten legt ihr den Teig eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform (Teig mit dem Ende nach unten). Den Teig nochmal ca. 30 Minuten gehen lassen und bei 185 Grad 30 – 45 Minuten backen.

Wenn euer Backofen über keinen automatischen Dampfstoß verfügt, einfach ein feuerfestes Gefäß mit etwas Wasser in den Ofen stellen 😉

Wenn das Brot gut ausgekühlt ist, steht dem Sandwich Vergnügen nichts mehr im Weg.

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Frisches Sandwich-Brot nur mit Salat, Käse und Schinken gefüllt ist sehr lecker und kann auch gut als Jause mitgenommen werden, oder man macht im Sanwichmaker einen Schinken-Käse Toast.

Ich liebe die Variante mit Ei und Bacon.
Dazu lege ich die Brotscheiben in einen Plattengrill, damit es tolle braune Streifen bekommt.
Natürlich kann man Schlichten wie man will – sehr lecker ist Salat, Käse, Tomate, zwei Streifen krosser Bacon und dann ein Spiegelei.
Bacon, Spiegelei und knuspriges Brot machen mich einfach glücklich 😉

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Ich hoffe mein Beitrag gefällt Zorra und Susanne, die beim Bread Baking Day #84 auf der Suche nach Rezepten für Sandwichbrote sind.

BBD #84 - Sandwich (Last day of subimisson July 1, 2016)

2 Kommentare

  1. Susanne sagt:

    Klar gefällt mir Dein Beitrag 🙂
    Und jetzt muß ich ganz dringend nach dem 10-Korn-Mehl googlen, das interessiert mich nämlich brennend. Hierzulande gibt es ja höchstens 6-Korn-Mischung, und die verwende ich richtig gerne.

    1. Freut mich Susanne 🙂

Kommentare sind geschlossen.