Windgebäck

Windgebäck gab es bei uns früher nur an Weihnachten, am Christbaum als essbaren Schmuck. Es war für mich wie ein kleines Wunder. Alle die Windgebäck lieben, wissen was ich meine.

Nach Jahren und unzählbaren Versuchen habe ich nun ein Rezept, dass leicht gelingt, wenn man sich an ein paar Dinge hält:

  • Im Eiweiß darf nichts vom Dotter sein.
  • Das Eiweiß darf nicht mit Fett in Verbindung kommen.
  • Die Mengenangaben müssen eingehalten werden.

Zutaten Windgebäck:

  • Eier
  • Ganz feinen Kristallzucker (ich verwende nur Wiener Backzucker, glaubt mir, es ist das Geld wert)
  • Zitronensaft
  • Vanillepaste oder das Mark einer Vanilleschote
  • Salz oder Weinsteinpulver (kein Backpulver!)

Ich nehme meist 4 Eier, da sich die Masse dann in einem grossen Spritzsack ausgeht.

Als erstes richten wir alles was benötigt wird her, denn die Zubereitung benötigt volle Aufmerksamkeit.

Zutaten von oben, einen Spritzsack mit großer Tülle, eine große Schüssel (od. Rührschüssel der Küchenmaschine), Schneebesen, Teigspachtel, großer Messbecher, 2 kleine Schüsseln zum Eier trennen, Küchenkrepp, Küchenwaage, Messer & Schneidebrett, Zitronenpresse, 2 Backbleche mit Backpapier belegt.

Zitrone auspressen. Etwas Zitronensaft auf ein Küchenkrepp träufeln und damit Rührschüssel, Schneebesen, Teigspachtel abreiben. Damit kann man noch den letzten Rest von Fetten entfernen, die vielleicht irgendwie zurückgeblieben sind. Mit extra Küchenkrepp trocken wischen.

Eier penibel trennen – kommt euch Eigelb in die Masse, ist es vorbei!

Das Eigelb braucht ihr nicht, dass kann in den Kühlschrank und für etwas anderes verwendet werden.

Ihr benötigt doppelt soviel Zucker wie Eiweiß – nein, man kann den Zucker in dem Fall nicht reduzieren. Wenn man das versucht, ist das Ergebnis nicht so toll -.-‚

Also Eiweiß abwiegen und dann genau die doppelte Menge Zucker vorbereiten.

Dem Eiweiß eine Prise Salz oder Weinstein zufügen.

Nun das Eiweiß aufschlagen bis es steif ist und einen Teelöffel Vanilleextrakt zufügen. Jetzt wird der Zucker langsam unter ständigem Rühren zugefügt. Am besten 2 Löffel Zucker, dann gut rühren usw.

Man rührt so lange, bis sich der Zucker in der Masse aufgelöst hat – genau zu diesem Zeitpunkt seid ihr dankbar, dass ihr euch für den feinsten Backzucker entschieden habt. Ob sich der Zucker aufgelöst hat, kann man testen, indem man etwas Masse zwischen zwei Fingern zerreibet – spürt man keine Kristalle mehr, ist die Masse fertig.

Backrohr auf 100 Grad Umluft vorheizen.

Jetzt ein kleiner Trick um sich das befüllen des Spritzsack es zu erleichtern. Den Spritzsack einfach über einen Messbecher stülpen, dann habt ihr 2 Hände zum befüllen.

Masse im Spritzsack nach unten drücken und oben verzwirbeln, damit die Masse auch wirklich nur unten rauskommt. Immer von oben nach unten drücken.

Mit dem Spritzsack nun die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen. Am besten lasst ihr ca. 2,5 cm Abstand zwischen den Gebäckstücken.

Ihr könnt das Windgebäck nun nach Lust und Laune mit bunten Streusel verziehren.

Windgebäck nun bei 100 Grad 45 – 60 Minuten backen.  Die Backzeit richtet sich nach Größe der Gebäckstücke und auch nach eurem Ofen.

Wenn sich die Gebäckstücke leicht vom Backblech lösen lassen, sind sie fertig. Zur Sicherheit ein Stück in der Mitte teilen,  wenn es nicht mehr flüssig ist, passt es.

Windgebäck auskühlen lassen und sofort Luftdicht verpacken, damit sie keine Feuchtigkeit aus der Luft ziehen.

Man kann Windgebäck auch toll mit Lebensmittelfarbe färben.

Windgebäck