Panettone

Habt ihr schon mal Panettone gemacht? Ich auch nicht… also bis vor 2 Wochen.
Mögt ihr Panettone? Nein? Ich eigentlich auch nicht… aber dann hat Susi von Prostmahlzeit so geschwärmt.
Und da dachte ich, das kann man doch sicher so machen, dass es auch für mich lecker ist.
Also OHNE Orangeat oder Zitronat! Somit habe ich erst Mal verschiedene Rezepte gewälzt und hatte nur noch Fragezeichen im Kopf.
Dann dachte ich NEIN, das mache ich sicher nicht, die sind ja alle dem Wahnsinn verfallen!
Doch wie es bei mir eben ist, kann ich Komplikationen oft nicht widerstehen.
 Da trifft es sich somit ganz gut, dass sich die Mitglieder der Rettungsgruppe entschlossen haben, weihnachtliche Kuchen zu retten. Damit hatte ich noch einen zusätzlichen Ansporn.
Weiter unten findet Ihr die Links zu den anderen Beiträgen.

Was braucht man also für einen Panettone?

Vor allem Geduld, Zeit und die unten angeführte Zutaten.
Ich habe die Zutaten für die einzelnen Schritte aufgeteilt, damit man sich leichter orientieren kann.
Schritt 1 – Grundsauerteig & Cognac-Pflaumen
Grundsauerteig
  • 20 g Weizenmehl Tipo0
  • 15 g warmes Wasser (50°C)
  • 10 g Sauerteig (Anstellgut)
Cognac-Pflaumen
  • 200 g getrocknete Pflaumen
  • 6 EL Cognac
Schritt 2 – Weizensauerteig
  • 40 g warmes Wasser (50°C)
  • 40 g Zucker
  • 45 g Grundsauerteig
  • 100 g Weizenmehl Tipo 0
  • 2 Eigelb
  • 40 g weiche Butter
Schritt 3 – Hauptteig
  • gesamter Weizensauerteig
  • 40 g Wasser (50°C)
  • 60 g Zucker
  • 1 EL Honig
  • 75 g Weizenmehl Tipo 0 („Ciabatta-Mehl“)
  • 2 Eigelb
  • ein halber TL Salz
  • 40 g weiche Butter
  • Cognac-Pflaumen aus Schritt 1
  • 100g Schokoladestücke
  • Zitronenschalenabrieb 1 Biozitrone
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
Also ich habe immer nur einen Sauerteig im Kühlschrank, den füttere ich ehrlicherweise mit dem Mehl, dass gerade zu Hause ist und es hat ihm bis jetzt nie geschadet 😀
Wie man einen Sauerteig ansetzt könnt ihr bei Zorra nachlesen: Sauerteig Tipps
Danach füttert man ihn einfach immer wieder weiter. Zu empfehlen ist hier mindestens 1 Fütterung / Auffrischung pro Woche, wenn man ihn im Kühlschrank aufbewahrt.
Schritt 1 – Ansetzen des Grundsauerteiges / Auffrischung Grundsauerteig / Cognac-Pflaumen
Getrockente Pflaumen in Stücke schneiden, mit Cognac vermischen und in ein Gefäß zum Durchziehen in den Kühlschrank stellen (mindestens 1 Tag).
Sauerteig mit warmen Wasser aufrühren und dann das Mehl unterrühren, Gefäß abdecken und für ca. 4 Stunden rasten lassen. Die Raumtemperatur sollte 23 – 27 Grad betragen.
Dann von diesem Sauerteig wieder 10g nehmen und die anderen Zutaten zugeben und wieder stehen lassen. Diesen Vorgang mindestens 3 Mal wiederholen – das Volumen sollte sich innerhalb von 3–4 Stunden verdoppeln.
Wenn ihr den Sauerteig, der jedesmal wegfällt, nicht wegwerfen wollt, könnt ihr ihn sammeln und damit Brot backen.
Schritt 2- Weizensauerteig
Für den Sauerteig den Zucker im Wasser lösen, den Grundsauerteig einrühren und anschließend mit dem Mehl 2 Minuten auf niedrigster Stufe zu einem festen Teig rühren.
Das Eigelb 1 Minute auf niedrigster Stufe zugeben und anschließend 15 Minuten auf mittlerer Stufe kneten.
Die Butter in Stücken einarbeiten und weitere 5 Minuten kneten. Teig sollte sich von der Schüssel lösen.
8–10 Stunden reifen lassen, bis sich der Teig verdreifacht hat.
Schritt 3 – HaupTteig
Hefe, Wasser, Zucker und Honig verrühren. Den Sauerteig untermischen und das Mehl zugeben. 2-5 Minuten auf niedrigster Stufe zu einem festen Teig vermischen.
Das Eigelb 1 Minute auf niedrigster Stufe zugeben und anschließend 15 Minuten auf mittlerer Stufe einen Teig kneten.
Das Salz zugeben und weitere 5 Minuten zu einem sehr gut ausgeknetetem Teig verarbeiten.
Die Butter in Stücken zugeben und weitere 5 Minuten auf mittlerer Stufe kneten. Der Teig sollte nun Teig weich, feucht glänzend und sehr gut dehnbar sein.
Zum Schluss 1 Minute auf niedrigster Stufe Cognac-Pflaumen, Schokolade und Zitronenschale einarbeiten.
Den Teig abgedeckt nun so lange ruhen lassen bis sich das Volumen wieder verdreifach (kann einige Stunden dauern).
Den Teig ohne Mehl rundwirken und in die Form setzen – der Teig sollte genügend platzt haben, dass er sich wieder verdreifachen und nach oben wachsen kann.
Ist der Teig schön aufgegangen das Backrohr auf 220°C aufheizen. Eine Feuerfeste Form mit Wasser und die Backform hineinstellen. Nach 10 Minuten auf auf 185°C zurückdrehen. Gesamt ca. 40–45 Minuten backen.
Nach dem Backen am besten hängend (zB mit Spießen durchbohren und dann zwischen zwei Töpfen aufhängen) für 12 Stunden in einem kühlen Raum auskühlen lassen.
Panettone

Hier noch die Liste der anderen weihnachtlichen Kuchen der Rettungsgruppe:

Anna Antonia – Sterntaler Zupfkuchen
auchwas – Baumkuchen mit Gewürzglasur
Aus Meinem Kochtopf – Weihnachtliche Spekulatius Orangentörtchen
Barbaras Spielwiese – Linzertorte
brotbackliebeundmehr – Weihnachtliche Walnuss Linzertorte mit Cranberry Füllung
Brotwein – Früchtebrot
Cuisine Violette – Christstollen
Dynamite Cakes – Schneeflockentorte mit zimtigen Apfelmus
Friederike Fliederbaum – pfeffriges Honiggewürzbrot
German Abendbrot – Weihnachtlicher Pistazienkuchen mit Kardamom
giftigeblonde – Schokoladenkuchen mit inneren Werten
Obers trifft Sahne – Beschwipster Früchtekuchen
our food creations – Glühweinkuchen
Prostmahlzeit – Stollen für Ungeduldige
Schönes + Leben – Fruchtiger Weihnachtskuchen mit Marzipan
Summsis Hobbyküche – Gewürzkuchen mit Walnüssen
Unser Meating – Lebkuchencupcakes mit Vanillekipferlfrosting
Vergissmeinnicht – Zimtsternkuchen

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22 Kommentare

  1. funnywitch sagt:

    Jawoll – ich habe eine Seelenverwandte gefunden! Endlich ein Panettone-Rezept ohne Orangeat und Zitronat. Danke!

    LG Andrea

  2. Ich muss ehrlich zugeben, ich als Italienerin, kann nicht Weihnachten feiern ohne Panettone, aber ich habe mich selber noch nie daran gewagt….. das wird sich aendern!

    LG Wilma

    1. Es dauert eben einige Zeit, aber es ist gar nicht so schlimm.
      Es müsste eigentlich auch ohne Hefe funktionieren, nur muss man dann länger warten bis der Teig schön hoch kommt 😉

  3. Diana sagt:

    Ich mag Panettone und hab ihn dieses Jahr zum ersten mal selber gebacken. Aber ich habe es mir einfach gemacht und ein sehr einfaches Rezept ausgesucht. Ansonsten hätte ich mir das nicht angetan. Zu viel Arbeit.

    LG, Diana

    1. Ja es war schon eine Herausforderung und ich war auch nicht mutig genug, es ganz ohne Hefe zu versuchen 😉

  4. Ingrid sagt:

    Richtig super Deine Panettone und eine geniale Idee mit den Pflaumen, muss ich unbedingt probieren. Bei mir ist es meist getrocknete Kirschen und Pinienkerne.
    Liebe Grüße und ein wunderschönes Adventswochenende
    Ingrid

    1. Kirschen und Pinienkerne hört sich auch toll an 😍

  5. Anna C. sagt:

    und, wie hat er dir nun geschmeckt?
    Verstehe ich richtig, den Sauerteig tatsächlich für den Panettone so oft auffrischen?
    Fragen über Fragen…

    1. Ich habe ihn lecker befunden 😍
      Ja, den Sauerteug so 3 – 4 Mal auffrischen, damit er nicht so herb ist. Es ist dann eher so wie Joghurt.

  6. Julia sagt:

    Ich muss zugeben: Ich kann Panettone nicht ausstehen! Das liegt aber sicher an den furztrockenen Dingern, die einem der Italiener um’s Eck vor Weihnachten als Geschenk aufdrängt. Selbstgemacht ist er sicher viiiiiieeeeel besser. Zumindest klingt das Rezept köstlich!

    1. Also ich bin da ja auch deiner Meinung. Aber man kann die Reste auch noch gut für süßen Auflauf verwenden 😃

  7. Die sieht ja zum Anbeissen aus! Panettone gehört ja mittlerweile auch bei uns schon fast zur Weihnachtszeit! Muss ich auch unbedingt mal probieren!
    LG Valesa

    1. Wenn du mal genug Zeit übrig hast 😉

  8. Panettone! Du anhst gar nicht, wie viele meiner Kilos ich Panettone zu verdanken habe. Persönlich habe ich mich bisher immer davor gedrückt, einen selber zu machen, weil ich dazu ein bissi zu faul bin. Deiner schaut wunderbar aus.

    1. Danke 😍
      Jetzt muss ich nur noch überlegen was ich aus den Resten mache 😂

  9. Reste??? Du hast REste? ggg..also den würde ich auch essen, weil da keine Rosinen drinnen sind 🙂

    Cognac Pflaumen können ja nicht schaden, oder? gg

    lg. Sina

    1. Nein die sind total lecker *.*

  10. Barbara sagt:

    Mit Cognac-Pflaumen?! Super, das ist echt mal was anderes als immer das öde Zitronat und Orangeat, das ich zwar manchmal mag, aber manchmal kann ich es auch echt nicht riechen. Da sind Cognac-Pflaumen schon eine andere Liga.

    Super auch, dass Du nicht die Turbo-Variante mit Hefeteig gemacht hast, sondern richtig original mit Sauerteig. Bisher war ich dazu immer zu faul. Aber wenn ich mir das mit den Cognac-Pflaumen so vorstelle… -)

    1. Ich hätte wohl die Hefe weglassen können, war aber nicht mutig genug.

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