EuropaKochen 2016 – Österreich, dazu ein Schnitzel

Schifahren können wir, aber dass Österreich sich einmal selbst für die Fußball EM qualifiziert, hätte ich ja nie gedacht. Als Österreicher hätte man bis jetzt nur eine Chance auf sowas vermutet, wenn die EM wieder in Österreich ist und wir Fixstarter sind.

Gegen Ungarn hatte man ja gewisse Hoffnungen, aber naja es kam wie es kommen musste, die Ungarn haben uns gleich mal einen Dämpfer verpasst. Wie es heute mit Portugal ausgeht – man kann es nicht sagen…. Ich bin dann später auf alle Fälle vorm Fernseher und drücke Österreich die Daumen!

Peter hat sich zur EM ein tolles Event einfallen lassen – es werden ländertypische Gerichte der Teilnehmer gekocht – hier findet ihr die Zusammenfassung: http://aus-meinem-kochtopf.de/europakochen-2016-die-zusammenfassung/

Ich habe mich heute für Schnitzel entschieden.  Ich kann euch sagen, bei Schnitzel verstehen wir Österreicher keinen Spaß. Eine Todsünde, ist die Soße übers Schnitzel! Für ein richtiges Schnitzel braucht man richtige Liebe zum Schnitzel. Man sucht schönes Fleisch aus – am besten aus der Region, besorgt leckere Semmelbrösel und Eier des Vertrauens von glücklichen Hühnern.

Das echte Wiener Schnitzel ist zwar mit Kalbfleisch, dass mag ich allerdings nicht so besonders. Deshalb habe ich mich für Hühnerfilet und Schweinslungenbraten entschieden. Besonders resch wird die Panier, wenn man zu den Semmelbrösel noch ein paar Cornflakes mischt. Auch habe ich lieber kleine Schnitzerl und keine Schnitzel die vom Teller hängen.

Und was gibt’s zum Schnitzel? Erdäpfelsalat, Kartottensalat und Ofenerdäpfel – weil wir uns, wie immer, für keine Beilage entscheiden konnten. Das Schnitzel wird auch nicht in Ketchup getunkt – man isst leckere Preiselbeermarmelade dazu.

Zutaten für Schnitzel für 4 Personen:

  • 500g mageres Fleisch (250g Hühnerfilet, 250g Schweinslungenbraten)
  • Ca. 1 Tasse Mehl
  • Ca. 2 Tassen Semmelbrösel
  • Ca.  ¾ Tasse ungesüßte Cornflakes
  • 3-4 Eier
  • Salz
  • Pflanzenöl zum frittieren

Fleisch waschen, trocken tupfen und in kleine Filets schneiden.  Filets auf ein Stück Backpapier legen, leicht salzen. Mit einem weiteren Blatt Backpapier abdecken und mit dem Fleischhammer klopfen. Hat man keinen Fleischhammer zur Hand, kann man zB. auch eine Pfanne nehmen 😉

Jetzt braucht man 3 tiefe Teller oder Schüsseln. Das Mehl kommt in das erste Teller, dann Eier im 2. Teller mit einer Gabel verquirlen. Zuletzt im 3. Teller die Cornflakes mit der Hand zerdrücken, dass kleine Stücke entstehen und dann mit den Semmelbröseln gut durchmischen.

Ein Teller vorbereiten, auf das die fertig panierten Schnitzerl abgelegt werden können.  Man kann natürlich mit Gabeln panieren, aber ich mache es lieber mit der Hand. Ihr könnt euch auch Einmal-Handschuhe fürs Panieren anziehen, dann habt ihr kein Problem mit der Panier die – und das tut sie mit Sicherheit – überall auf euren Händen klebt.

Wenn ihr alles vorbereitet habt, kann es los gehen. Filet in Mehl wälzen, danach durchs Ei ziehen (es darf keine trockene Stelle übrig bleiben) und kurz abtropfen lassen. Dann in die Semmelbrösel-Cornflakes-Mischung drücken, wenden und wieder fest andrücken. Kurz abschütteln, damit lose Teile zurückbleiben.

Oft bleiben am Ende Mehl, Ei und Brösel über, wenn ihr das nicht wegschmeißen wollt, einfach zusammenmischen und ein Laibchen formen und schon habt ihr ein Schöberl. In manchen Familien wird um die Schöberl gestritten 😉 (mein Mann und sein Vater sind die besten Beispiele).

Sind die Schnitzel paniert, erst einmal alles säubern. Eine tiefe Pfanne mit Öl (ca. 5mm tief) befüllen und erhitzen. Ein Teller mit Küchenkrepp belegen und ein weiteres Teller für die fertigen Schnitzel bereit stellen.

Um zu prüfen, ob das Öl heiß genug ist, einfach ein Holzstäbchen hineinhalten. Bilden sich rund ums Stäbchen kleine Blasen im Öl, ist es soweit, die Schnitzel können ins Öl. Vorsichtig mit einer Gabel und einem Pfannenwender prüfen, ob die Unterseite schon schön braun ist, wenn ja, das Schnitzel wenden.

Wenn das Öl zu heiß wird – geht etwas mit der Hitze zurück – wir wollen goldbraune Schnitzel und keine schwarzen Schnitzel.

Solltet ihr Öl nachgießen müssen – macht es an mehreren Stellen der Pfanne, damit das Öl einigermaßen gleichmäßig temperiert wird.

Ist das Schnitzel schön goldbraun, mit einem Heber herausnehmen und am Küchenkrepp wenden, damit das überschüssige Fett aufgesogen wird. Das Schöberl wird zum Schluss gebraten, da es zerfallen könnte.

Und schon habt ihr richtig gute Schnitzel – guten Appetit!

Blogevent EuropaKochen 2016 - Wir kochen uns durch Europa

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